Geschichte

Das Elektrizitätskraftwerk und das Straßenbahndepot wurden 1897 von Siemens & Halske für die Versorgung Weimars mit elektrischem Strom und für den Straßenbahnbetrieb erbaut. 1899 wurde der Fahrbetrieb aufgenommen. Mit Errichtung des Gau-Forums 1937 in unmittelbarer Nähe mußte der Straßenbahnbetrieb eingestellt werden und das Gebäude wurde seitdem für die Reparatur der Omnibusse genutzt. Das Elektrizitätskraftwerk blieb bis 1988 am Netz, Fernwärme wurde bis 1996 produziert.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Elektrizitätswerk wurde 1912 auf dem Gelände das Ilmbad eröffnet. Das Freibad, das mit Ilmwasser gespeist wurde, erfreute sich großer Beliebtheit und wurde erst 1947 geschlossen.

Seit Einstellung des Heizbetriebes 1996 wurden die Gebäude kulturell genutzt, zunächst temporär für einzelne Veranstaltungen des ACC Weimar.

Freie Kulturarbeiter, Künstler sowie namhafte Weimarer Kulturinstitutionen schlossen sich 1997 unter dem Dach des e-werk weimar e.V. zusammen und organisierten den ersten regelmäßigen Kulturbetrieb. In den folgenden Jahren wurde dieser besondere Ort für Veranstaltungen des Kunstfestes und Kulturstadtjahres genutzt.

Der Eigentümer, die Stadtwerke Weimar, sicherte die Bausubstanz.

Im Jahr 2000 übernahm das Deutschen Nationaltheater Kessel- und Maschinenhalle als festen Spielort der neuen Werkstattbühne. Der e-werk weimar e.V. konzentrierte sich ab diesem Zeitpunkt auf die Entwicklung des Straßenbahndepots als Kulturort. Das Lichthaus Kino bespielt seit 2003 kontinuierlich Räume im Straßenbahndepot.