Programm Freitag

Freitag, 14.6.2013

Eröffnungsparade
17 Uhr vom Frauenplan zum e.werk

Zum Auftakt und feierlichen Einzug in den temporären „Festivalstaat“ gibt es am 14. Juni 2013, ab 17 Uhr eine Straßenparade, der sich jeder anschließen darf und soll. Angeführt vom Performancekollektiv Mobile Albania mitsamt deren rollendem Wanderesel und begleitet vom Weimarer Trommelensemble AfroBeat, ArtistInnen des Zirkus Tasifan und TänzerInnen des WE-DANCE e.V. Weimar bewegt sich der Umzug mit Pauken und Poeten vom Frauenplan über den Marktplatz, die Schillerstraße, Theater- und Goetheplatz, Graben und Brühl, um schließlich gegen 18 Uhr im e.werk anzukommen. Dort wird das Festival in Anwesenheit des Schirmherren Oberbürgermeister Stefan Wolf, mit einem Sektempfang und dem „Sommerlichen Zirkusspektakel“ der Tasifan-Gruppe „Lametta“ eröffnet. Paradigma der Parade ist das Festivalmotto „Freiraum“. Assoziatives Mitlaufen zum Thema „Freiraum“ ist ausdrücklich erwünscht!

Sommerliches Zirkusspektakel des Kinderzirkus Tasifan
18 Uhr auf dem Hof des e.werks

Jeder kennt den berühmten Kinder- und Jugendzirkus Tasifan, der mit seinen zirkuspädagogischen Projekten verschiedenster Art in ganz Thüringen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeitet.

„Lametta“, die Gruppe mit Jugendlichen, die schon gefühlte 20 Jahre dabei sind und immer noch in inniger Liebe dem Kinder- und Jugendzirkus Tasifan verbunden sind, führen am Eröffnungstag des Festivals ein „Sommerliches Zirkusspektakel“ auf.

Ein Hauch vom Mythos Zirkus erwartet Sie.

dileTanto
18.45 Uhr auf dem Hof des e.werks

Salsa ist eine einzigartige Mischung aus afrikanischen Rhythmen, lateinamerikanischen Klängen und europäischen Einflüssen. Genauso multikulturell präsentiert sich auch die Weimarer Band dileTanto. Die Musiker aus vier Kontinenten brachte eine gemeinsame Leidenschaft zusammen: Die pralle Lebensfreude der Salsa.

dileTanto spannt den Bogen von Klassikern wie Buena Vista Social Club oder Celia Cruz über treibende Rumba-Rhythmen bis hin zu aktuellen Pop-Songs im Latin-Style. Mit ihrer energiegeladenen Performance bringen sie Sonne in die Herzen und ein unwiderstehliches Kribbeln in die Beine.

www.diletanto.de

Songpaintings & Textmaschine von Karo Kollwitz

Freitag, Samstag und Sonntag  im & am Straßenbahndepot

Basierend auf Textfragmenten von Elliott Smith projiziert die e.werk-Künstlerin Malerei und Zeichnungen an die Wände im Straßenbahndepot.
Die Textmaschine ist ein urbaner Parasit, der auf Knopfdruck Texte von wiedergibt. PassantInnen sind eingeladen, die Titel direkt auszulösen und zu verweilen. Die Textmaschine hat bereits in Hamburg, Zürich und Helsinki Laternenpfahle umklammert. Für das e.werk-Festival wurde der Bestand der Maschine zum Teil neu bestückt: Junge AutorInnen, mit denen das DNT in den letzten Jahren zusammengearbeitet hat, sind hier ebenso zu hören wie Lieb­lingstexte einzelner Mitglieder des DNT-Schauspielensembles.

http://karo-kollwitz.de/

Das Kabinett des Dr. Parnassus von Terry Gilliam
19.15 Uhr im Kinosaal1

Premiere „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ von Theresia Walser
20 Uhr im Kesselsaal

imelda 2

Regie: Daniela Kranz / Ausstattung: Jutta Burkhardt / Mit Petra Hartung; Paul Enke, Markus Fennert, Johannes Schmidt

Drei Gattinnen ehemaliger Diktatoren finden sich zu einer Pressekonferenz zusammen, um über die geplante Verfilmung ihres Lebens zu diskutieren. Während sich Frau Leila Ben Ali vorstellen könnte, von Hollywoodschauspielerin Nicole Kidman gespielt zu werden, denn „die ist nicht dumm, die Kidman“, sieht Frau Imelda Marcos ihr Leben eigentlich eher als große Oper: „Imeldas Beerdigungszug durch die Straßen von Manila. Was für eine Chance für große Chöre“, schwärmt sie. „Das passt“, entgegnet Frau Margot Honecker trocken, „das Gegenteil von Wahrheit ist Musik“ und hält sich selbst wiederum für partout „nicht darstellbar“. Wenn nötig will sie ein Gesetz dagegen erlassen.

Anfangs tratscht man noch über schusssichere BHs, Stalins 70. Geburtstag oder Handküsse von Mao. Doch mit der Zeit geraten die drei Frauen immer heftiger aneinander und verstricken sich immer tiefer in den Erinnerungen an die grausamen Taten ihrer Vergangenheit und die ihrer Ehemänner. Denn keine der Diktatorengattinnen hat einen Weg gefunden sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und eine neue Rolle in der Gegenwart zu finden. Daniela Kranz, die sich als Expertin für Gegenwartsdramatik bewährt hat, inszeniert nach Warteraum Zukunft und Seymour oder ich bin nur aus Versehen hier bereits zum dritten Mal am Deutschen Nationaltheater Weimar.

http://www.nationaltheater-weimar.de

Open-Air-Kino: Modern Times von und mit Charly Chaplin
21.30 Uhr hinter der Straßenbahn

Uraufführung „ZEHN mal ZEHN“. Audiovisuelle Performance von MXZEHN
22 Uhr im Maschinensaal

MXZEHN

Video: Stefan Kraus, Bahadir Hamdemir, Timm Burkhardt / Musik: Marc Sauter, Philipp Hiemann / Jacken: Gnadenlos Schick / Support: Benedikt Braun, Maxi Kretzschmar, Elisa Liepsch, Canan Yilmaz

MXZEHN haben Weimar in der letzten Dekade zu einer global führenden Stätte im Bereich der VJ-Kunst gemacht hat und das will gefeiert werden! Anlässlich ihres zehnten Geburtstages begeben sich MXZEHN mit der eigens für das e.werk-Festival entstandenen Performance und Installation „ZEHN mal ZEHN“ ins Theater: Im Maschinensaal des e.werks installieren die Videokünstler eine Mega-Videomaschine, für die sie die alten Helden aus den Lagerhallen holen und zu dem größten Analog-Digital VJ-Setup, das Weimar und Mitteldeutschland je gesehen hat, verschalten. Zehn Leinwände und Monitore stellen verschiedene Schnitte inner- halb eines Kreislaufes dar, der an unzähligen Reglern verstellt werden kann. Zusammen mit dem Komponisten Marc Sauter und dem Gastmusiker Philipp Hiemann öffnen die Künstler Stefan Kraus und Bahadir Hamdemir der VJ-Kultur die Theaterbühne.

Tagsüber ist die Installation Besuchern zugänglich, die sich nun selbst – betreut von MXZEHN-Experten – an die Regler wagen und Bilder generieren können.

Seit 10 Jahren versteht die VJ-Kunstgruppe MXZEHN – 25 Masterpieces per Second Bewegt- bild als live Instrument. Ausgefeilte Technikarrangements bilden die Ausgangslage für virtuose Improvisationen. Analoger Glitch und digitales Echtzeitcompositing ergänzen sich im Werk von MXZEHN und bleiben dabei immer performbar. Oft verlassen die Lichtstrukturen den Bild- rahmen und verwandeln ganze Räume in halluzinogene Erfahrungen. Auf darstellende Bilder verzichtet MXZEHN, um eine Bühne zu erschaffen, auf der die Schwerkraft des Alltags feder- leicht wird. Bedeutung entsteht ausschließlich im Betrachter.

www.mxzehn.com

Illumination des Geländes mit who-be

Premierenfeier ab 23 Uhr im Kesselsaal

Hier finden Sie das Programm vom Samstag und Sonntag